Liebe Leserin, lieber Leser,



diese Gedichte sind ein Teil meiner Lebensgeschichte, und alle haben eigentlich nur ein Thema: „heil werden“.
Sie entstanden im Rahmen einer Trauma-Therapie, in der ich den mehr als zehn Jahre andauernden  sexuellen Missbrauch durch meinen Vater  verarbeitete.

Ich fand das Kind, das ich einmal war, wieder und lernte, es nachträglich zu trösten.
In einem sicheren und geschützten Rahmen konnte ich bruchstückhafte Erinnerungen als „inneren Film“ noch einmal durchleben und sie allmählich in den Fluss der Zeit einmünden lassen; sie endgültig Vergangenheit werden lassen.
Den Mut für diesen Weg hätte ich nicht aufgebracht ohne das Wissen, dass Gott mich trägt und es gut mit mir meint, und ohne das liebevolle Verständnis meines Ehemannes.

Dabei sind viele Texte Momentaufnahmen, Nachtgesichter, die eine augenblickliche Stimmung einfangen und vor allem auf erträgliche Distanz halten wollten.
Manches Ende klingt „zu schön, um wahr zu sein“.
Diese Fähigkeit, wider den Augenschein zu hoffen, zu verdrängen und schön zu färben, hat mich damals überleben lassen.
Themen wie „Vergebung“ oder „Schuld“ sind längst nicht so bewältigt, wie es sich liest; es bleibt ein Ringen.
Sie können keinesfalls eine Messlatte für deine eigene persönliche Entwicklung sein.

Zaghaft zeigte ich meine Gedichte guten Freundinnen. Zu meinem Erstaunen  fanden sie sich in meinen Gefühlen wieder.
Falls es dir ebenso ginge, wäre das ein Geschenk für mich.
Wenn es dich ermutigen würde, deinen Gefühlen auf deine eigene einzigartige Weise Ausdruck zu verleihen, sei es redend, schreibend, malend, tanzend oder singend, hätte diese Homepage ihr Ziel erreicht.

Mein besonderer Dank gilt Angelika, Barbara, Birgit – eine beste Freundin ist sehr kostbar! - Claudia, Esther, Irene, Regine, Stefan, Ulrike und Verena.